Schutzdienst

Die Schutzhunde-Ausbildung ist eine Ausbildungsform, bei der vom Hund vielseitige Veranlagungen erwartet werden und wo vom Hund viel Leistung abverlangt wird. In anderen Rassezuchtvereinen wird an der Stelle auch der Begriff „Vielseitigkeitsgebrauchshunde-Ausbildung“ verwendet. Wir verwenden in unserer Homepage den Begriff „Gebrauchshunde-Ausbildung“. Ohnehin ist der Begriff „Schutzhundeausbildung“ in der heutigen Zeit etwas überholt, da es sich bei den bei uns ausgebildeten Schäferhunden um rein Sporthunde handelt. Diese sind auf rein sportliche Verhaltensweisen trainiert – sie können beispielsweise nicht (ohne weitere spezielle Ausbildung) als Polizeihunde eingesetzt werden.

Voraussetzung für diese Ausbildung ist ein Grundgehorsam des Hundes. Der Hundeführer muss viel Geduld und Einfühlungsvermögen mitbringen, denn die Ausbildung in allen drei Disziplinen dauert in jedem Fall mehrere Monate – je nach Veranlagung des Hundes und Können bzw. Ehrgeiz des Hundeführers.

Erstes Ziel der Ausbildung ist stets die Motivation des Hundes: dabei sind immer die Triebe des Hundes anzusprechen und unerwünschte Verhaltensweisen zu unterbinden. Die Ausbildung erfolgt nach anerkannten Regeln der nationalen und internationale Verbände: ab 2012 gilt einheitlich die „Internationale Prüfungsordnung“ (IPO).

Die Schutzhunde-Ausbildung besteht aus drei Disziplinen:

  • Fährtenarbeit
  • Unterordnung
  • Schutzdienst

Für alle drei Disziplinen gilt: die Ausbildung erfolgt in den Stufen 1, 2 und 3.

Eine Besonderheit stellt die Ausdauer dar – sie wird nicht gesondert ausgebildet. Bei der entsprechenden Prüfung wird vom Hund verlangt, dass er eine 20 km lange Strecke (mit einer Mindestgeschwindigkeit von 12 km/h) laufen muss, ohne Ermüdungserscheinungen zu zeigen . Allerdings werden hierbei zwei Pausen eingelegt, bei denen auch die Gesundheit des Hundes überprüft wird. Während der gesamten Strecke ist der Hund angeleint und läuft rechts neben dem Rad fahrenden Hundeführer.

Die Ausbildung wird in unserem Verein vom ersten und zweiten Übungswart durchgeführt. Sie gestalten das abwechslungsreiche Training, sind für das Erreichen der gesteckten Ziele verantwortlich und leiten die Hundeführer an. Die eigentliche Arbeit liegt natürlich bei den Hundeführern. Dabei ist darauf zu achten, dass jeder Hund ein Individuum mit Stärken und Schwächen ist. Das heißt, dass auf spezielle Bedürfnisse des Hundes eingegangen werden muss.